Aktion Schulweg in Illnau-Effretikon
7. Januar 2011 von Johannes Joos
Das Forum 21 engagiert sich mit einer Reihe von Cartoons an der Infokampagne der Stadt Illnau-Effretikon zum kontrovers diskutierten Thema des Schulwegs für Kinder. Thematisiert wurde es erstmals in der Schuelbrugg vom November 2010.
Illustriert wurden die Cartoons vom Atelier JoosWolfangel.
Ein Auszug
Der Schulweg hat mehrere Funktionen. Kinder müssen ohne Angst und Gefährdung den Schulweg passieren können. Sie können weg von der Kontrolle der Erwachsenen ihre Kontakte knüpfen und pflegen, «Geheimwege» oder spannende Routen gehen und dabei ihre Selbstständigkeit fördern. Dies sei eine wichtige Erfahrung für die Kindsentwicklung, betonen Experten.

Zunahme der Elterntaxis
Dazu kommt, dass unsere Kinder sich zu wenig bewegen. Jedes fünfte Kind ist fettleibig. Zu Fuss oder mit dem Velo in die Schule zu gehen ist somit eine äusserst sinnvolle Art der Bewegung. Immer wieder aber kann man beobachten, dass Kinder direkt vor die Schule gefahren und wieder abgeholt werden. Gemäss Daniel Sauter vom Urban Mobility Research betrifft dies in der Deutschschweiz etwa 6 % der Kinder. Auch in anderen Ländern wird die Problematik diskutiert. Werden immer mehr Kinder mit dem Auto gebracht, steigt die Gefährdung anderer Kinder. Auf dem Trottoir oder gar vor dem Zebrastreifen geparkte Autos behindern die Sicht und stellen eine Zusatzgefahr dar. Der Prozentsatz solcher ungern gesehener «Eltern-Taxis» nimmt zu. Deshalb laufen verschiedene Kampagnen, wie zum Beispiel die «bike2school», die sich an Lehrkräfte und Kinder ab der 4. Klasse richtet. In England hat man begonnen, rund um Schulen generelle Halteverbote einzurichten. Tempo-30-Zonen sind in Illnau-Effretikon eingeführt und erhöhen die Sicherheit.